Analytische Kinesiologie

Die Analytische Kinesiologie hat sich aus dem großen Komplex der Kinesiologie aus praxisrelevanter Anwendung herauskristallisiert und auf das Aufdecken von Krankheitsursachen in Körper und Psyche spezialisiert. Sie benutzt als wesentliches Instrument den Muskeltest. So wie ihn die Analytische Kinesiologie versteht, ist dieser leicht zu erlernen, einfach wie das Alphabet und so vielseitig wie dessen Ausdrucksformen. Er ist der Übersetzer einer Sprache, die wir verlernt haben zu hören, und er hilft uns, diese wieder zu verstehen, indem er eine Verbindung herstellt zu unbewussten Informationen unseres Körpers, unserer Psyche, unseres Geistes.

In der therapeutischen Anwendung baut der Muskeltest durch klare, nachvollziehbare Strukturen Brücken zwischen schulwissenschaftlich orientierter Medizin und komplementärmedizinischer Ausrichtung. Er ist extrem ökonomisch, da wir bei einer ursächlichen Heilung kaum noch Symptombekämpfung brauchen und damit Freiraum schaffen zur effektiveren Behandlung von immer mehr Patienten (medizinische Kinesiologie).
Ausführlich beschrieben ist die Analytische Kinesiologie in dem Ratgeber "Gesund durch Analytische Kinesiologie", erschienen im Oesch-Jopp-Verlag, Zürich, sowie in dem gleichnamigen Lehrfilm auf Video und DVD.

Auch wenn die Analytische Kinesiologie sich hauptsächlich der medizinischen Anwendung widmet, ist sie in ihrer einfachen Form des Muskeltestes ebenso ein nicht weniger wertvolles Hilfsmittel im Alltag. (Muskeltest Alltag)

Der Test dient als Indikator für Stressreize jeglicher Art – in der Regel solche, die über unsere bekannten Sinnesorgane aufgenommen werden. Darüber hinaus reagiert das Muskelsystem jedoch auch auf Reize, deren Rezeptoren wir noch nicht kennen, wie z.B. auf Strahlungsfelder oder Kontakt mit Substanzen.

Im privaten Anwendungsbereich dient der Muskeltest als Entscheidungshilfe, gesundheitlich Zuträgliches von Unzuträglichem zu unterscheiden. In der Medizin identifiziert er diejenigen Stressfaktoren, die zur Entstehung einer Krankheit geführt haben. Darüber hinaus kann die Muskelreaktion, unabhängig von Stressauslösern, durch eine Art "Dialog mit dem Unterbewusstsein" genutzt werden, um geeignete oder optimale Therapiewege aufzudecken.

Besonders eindrucksvolle Ergebnisse weist die Analytische Kinesiologie in psychotherapeutischen Begleitungen auf. Zum einen bedient sie sich übersichtlicher Suchraster, um krankmachende Muster aufzudecken und dem Patienten bewusst zu machen. Zum anderen wird das Unterbewusstsein durch eine einfache Biofeedbackbehandlung in die Lage versetzt, sich von alten Erfahrungen zu lösen und neue, authentische Wege zu finden.

Warum der Muskeltest funktioniert

Die physiologische Grundlage dieses Testverfahrens beruht auf unterschiedlichen Reaktionsgeschwindigkeiten der beiden Nervensysteme, die die Skelettmuskulatur steuern: Das willkürliche Nervensystem setzt, wie der Name sagt, den Willen in Handlung um. Es wird über die Großhirnrinde gesteuert und arbeitet durch komplexere Verschaltungen langsamer als das so genannte autonome Nervensystem. Dieses ist für unwillkürliche Reaktionen im Sinne reflexartiger Handlungen verantwortlich, es reagiert schneller als das willkürliche Nervensystem und kann damit in Gefahrenmomenten wertvolle Sekundenbruchteile sparen. Während seiner Reaktion jedoch kann eine beabsichtigte Handlung des willkürlichen Nervensystems für einen Augenblick nicht fortgesetzt werden.

Aus diesem Zusammenwirken kann umgekehrt der Schluss gezogen werden, dass, wenn für einen Moment die Muskelkontrolle aussetzt, offensichtlich eine Gefahr registriert wurde. Genau das nutzt die Kinesiologie, um akuten Stress und latente Gefahren zu identifizieren. Das heißt, einem Probanden wird der Auftrag gegeben, eine bestimmte Muskelaktion auszuüben wie das Halten des Armes gegen einen leichten Druck, was ihm jedoch für einen Augenblick nicht gelingt, wenn er mit einem Stressor, d.h. einem negativen Reiz, konfrontiert wird.

Dieses autonome Nervensystem registriert im Sinne eines Frühwarnsystems auch sehr subtile "Gefahren", die oft von unserer gröberen bewussten Kennung nicht identifiziert werden. Damit ist der Muskeltest hervorragend geeignet, unterschwellige Einflüsse aufzudecken, die je nach Summation und Dauer trotz ihrer scheinbaren Geringfügigkeit krankmachend wirken.